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Sonntag, 9. Februar 2014

Karies bei Kleinkindern

Ärztevertreter warnen vor einer massiven Zunahme von Karies bei Kindern. Zwischen zehn und fünfzehn Kleinkinder leiden unter der sogenannten Nuckelflaschenkaries, wie Dietmar Oesterreich, der Viezepräsident der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) erklärt. Entgegen der landläufigen Meinung ist auch Karies bei Milchzähnen schon ein Problem, da Milch- und bleibende Zähne mehrere Jahre gleichzeitig vorhanden sind und so der Karies auf die zweiten Zähne übertragen wird. Bisher sind Vorsorgeuntersuchungen bei Kindern erst ab zweieinhalb Jahren üblich. "Das ist eindeutig zu spät", kritisierte Eßer. Statt dessen sollten Kinder schon ab dem sechsten Lebensmonat, sobald die ersten Milchzähne durchbrechen, zur zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchung gehen. Neben regelmäßigen Kontrollen sollte auch die Aufklärung der Eltern über die richtige Mundhygiene ein wichtiger Bestandteil der Prophylaxe werden, da die Häufigkeit von Karries bei Kindern stark von der sozialen Schicht der Eltern abhängt.

Samstag, 11. Januar 2014

BUND warnt vor Hormoneinsatz in der Schweinezucht

Der BUND für Naturschutz fordert von der Regierung, endlich die Gefahren der Hormonnutzung in der Schweinezucht ernst zu nehmen und diese nur noch im Krankheitsfall zu gestatten. Wie der BUND-Vorsitzende, Hubert Weiger kritisierte, werden für die Ferkelzucht Hormone regelmäßig eingesetzt, um den Zyklus der Muttersäue aneinander anzugleichen. Damit wird die Zucht stärker automatisiert, was Arbeitskräfte und Zeit einspart. Die den Muttertieren zugeführten Hormone gelangen nicht nur an den Nachwuchs und damit auch in unsere

Nahrungskette, problematisch sind vor allem die hohen Hormonkonzentrationen, die über den Urin der Tiere in das Grundwasser gelangen. Experten warnen seit Jahren vor den steigenden Hormonkonzentrationen in unserem Trinkwasser. Diese verringern die Fruchtbarkeit bei Männern, erhöhen die Gefahr von körperlichen Missbildungen bei Embryos und verursachen Brustkrebs. Der BUND fordert deshalb, dieser "Tier- und umweltschädlichen Praxis [...] einen Riegel vorzuschieben". Weiger: "Der Hormoneinsatz muss auf kranke Tiere begrenzt werden und darf nicht zur Leistungssteigerung eingesetzt werden.

Samstag, 2. November 2013

Erfolgreiche Aids-Prävention

Vor allem bei Kindern konnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Rückgang der HIV-Neuinfektionen feststellen. Demnach sank deren Zahl seit 2001 um 52 Prozent. Die Gesamtzahl der Neuinfektionen sank um rund 33 Prozent. "Die Zahl der jährlichen Neuinfektionen nimmt weiter ab, vor allem bei Kindern", erklärte der Direktor des Aidsprogramms UNAIDS, Michel Sidibe, bei der Veröffentlichung der Statistik in Genf. Als Grund für diese erfreuliche Entwicklung gibt Sidibe die massiven Präventionsanstrengungen an. Aufklärung und eine bessere Versorgung mit HIV-Medikamenten, beispielsweise von infizierten Frauen, die ein Kind erwarten, haben sich als erfolgreiche Strategie bei der Bekämpfung der tödlichen Krankheit erwiesen. Trotzdem wurden, allein im vergangenen Jahr, 260.000 Kinder neu infiziert, was bei flächendeckender Betreuung und Präventionsarbeit hätte vermieden werden können.

Sonntag, 8. September 2013

Jede zweite Krankenkasse fälscht Krankheitszahlen

Einem Bericht der "Rheinischen Post" zufolge, steht inzwischen jede zweite Krankenversicherung im Verdacht, falsche Krankheitszahlen gemeldet zu haben, um unrechtmäßig Zuschüsse zu erhalten. Die Zeitung beruft sich dabei auf ein Schreiben des Bundesversicherungsamtes, in dem die betreffenden Kassen auf diverse Unregelmäßigkeiten hingewiesen und 

aufgefordert werden, dazu Stellung zu beziehen. So hat beispielsweise die BKK so viele Herzinfarkte gemeldet, dass bei BKK-Versicherten die Gesamtzahl an Herzinfarkten um 280 Prozent höher liegt, als bei allen anderen Krankenkassen. Eine andere Krankenversicherung hatte 30 Prozent mehr Fälle an Hauterkrankungen gemeldet. Den Kassen drohen hohe Geldstrafen und Kürzungen der Zahlen aus dem Gesundheitsfonds, wenn sie die Diskrepanzen in ihren Abrechnungen nicht aufklären können - was kaum zu erwarten ist. Allerdings wäre es sinnvoller, wenn die Verantwortlichen persönlich zur Rechenschaft gezogen würden, da Geldstrafen letztlich wieder nur auf die Versicherten umgelegt werden.

Montag, 19. August 2013

Ältester Mensch der Welt braucht keine Medikamente

Wie sich jetzt herausstellte, ist nicht die 115 Jahre alte Japanerin, Misao Okawa, der älteste Mensch der Welt, sondern der Bolivianer Carmelo Flores Laura. Laura ist 123 Jahre alt und klagt lediglich über Schmerzen, die er ab und zu in Brust oder Magen hat. Im Vergleich zu den meisten älteren Menschen, besonders in den reicheren Industrienationen, nimmt der älteste Mensch der Welt keinerlei Medikamente. Lediglich Coca-Blätter werden in dieser Region traditionell regelmäßig gekaut. Darüber hinaus verzichtet er auf zusätzliche Wirkstoffe und auch seine Ernährung ist eher einfach; bestehend aus Reis oder Nudeln, Gemüse und Fleisch. Wie er, wurde auch seine Frau, mit 107 Jahren, sehr alt. Das Ehepaar hatte drei gemeinsame Kinder, von denen Carmelo Flores Laura zwei überlebt hat. Inzwischen ist er aber stolzer Patriarch, einer sehr großen Familie, bestehend aus 14 Enkeln und 39 Urenkeln.

Samstag, 17. August 2013

Große Einnahmeunterschiede bei Arztpraxen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes konnte niedergelassene Ärzte ihre Einnahmen in den Jahren zwischen 2007 und 2011 erheblich steigern. So wurden Reinerträge von durchschnittlich 234.000 Euro, dass entspricht einer Erhöhung um rund 21 Prozent, erzielt. Große Unterschiede gibt es allerdings zwischen den einzelnen Fachrichtungen. Wie die Studie ergab, steigen die Einnahmen mit der Nutzung technischer Diagnosegeräte. Das liegt daran, dass die hohen Kosten der Geräte bei den Preisen für jede Behandlung mit einkalkuliert werden. 

Zudem dauern viele der damit möglichen Diagnoseverfahren, wie beispielsweise Röntgenaufnahmen, nicht so lange, wie eine persönliche Untersuchung und Beratung von Patienten, so dass in der gleichen Zeit mehr Patienten abgefertigt werden können. So kommen Allgemeinarztpraxen nur auf durchschnittlich 181.000 Euro, Kinderarztpraxen auf 191.000 Euro. Unterschiede gibt es auch zwischen Ost und West. Während in Ostdeutschland Arztpraxen durchschnittlich 339.000 Euro einnahmen, waren es im Westen 516.000 Euro. 

Aktuell werden die Honorare für das nächste Jahr mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und dem Spitzenverband der Gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen neu verhandelt. Dafür dienen die erhobenen Statistiken als Diskussionsgrundlage. Vor allem Allgemeinärzte fordern eine gerechtere Berechnung der Gebühren. Obwohl viel darüber geredet wird, schlägt sich bisher die Erkenntnis, wie wichtig die persönliche Betreuung von Patienten für den Gesundungsprozess ist, nicht bei der Bezahlung nieder.

Dienstag, 23. Juli 2013

Deutschlandweites Krebsregister

Um die Versorgung von Krebspatienten zu verbessern, hat das Bundesgesundheitsministerium ein bundesweites Krebsregister eingerichtet. Darin werden die Daten aller Krebspatienten gespeichert, inklusive ihrer Diagnose, Behandlung, Erfolge und Rückschläge. Das soll helfen, die bisher üblichen Diagnose- und Therapieverfahren an den besten Ergebnissen auszurichten und zu optimieren. Wie der Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr betont, ist dies der erste Schritt, um eine "bessere onkologische Versorgung in Deutschland" zu gewährleisten. Krebs ist die zweithäufigste Todesursache, nach Herz- und Kreislaufkrankheiten. Jährlich sterben rund 220.000 Menschen an Krebs. Mit dem einheitlichen Krebsregister können die Qualitätsunterschiede der Behandlung registriert und ausgewertet werden, damit die besten Therapien herausgefiltert und flächendeckend eingesetzt werden können.

Samstag, 20. Juli 2013

Bundesgesundheitsminister für Masern - Prävention

BundesgesundheitsministerDaniel Bahr kündigte an, dass erst mit Aufklärung und Information versucht werden soll, die Impfquote zu erhöhen. Eine Impfpflicht, die er ursprünglich als eventuell notwendig propagiert hatte, soll nach Möglichkeit vermieden werden. Ganz ohne Druck wird es aber vermutlich nicht abgehen. So erarbeitet Bahr aktuell ein Konzept, nachdem der Impfstatus von Kindern bereits früher, 

beim Eintritt in Kindergärten, abzufragen. Bisher wird danach erst bei der Einschulung gefragt. "Das macht es leichter, Eltern daran zu erinnern, ihre Kinder rechtzeitig impfen zu lassen", erklärt Bahr. Außerdem soll ungeimpften Kindern der Schulbesuch verweigert werden, wenn dort Masern auftreten. "Noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, dass wir mit den genannten Maßnahmen an einer Impfpflicht vorbei kommen. 

Aber wenn es in den nächsten Jahren nicht gelingt, die Masern in Deutschland auszurotten, wird an der Debatte über eine Impfpflicht kein Weg vorbeiführen", erklärt der Minister, in einem Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen".

Sonntag, 7. Juli 2013

Weltgesundheitsorganisation besorgt über tödlichen Virus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) muss erneut vor einem tödlichen Virus, dem Coronavirus MERS, warnen. Wie der Vizegeneraldirektor der WHO, Keiji Fukuda, am Freitag in Genf erklärte, ist das Ausrufen einer Alarmstufe, aufgrund der bisher geringen Opferzahl, zwar noch nicht nötig, doch die Gesundheitsbehörden der einzelnen Länder sind aufgerufen, die Krankenhäuser über die mögliche Gefahr zu informieren. Der MERS-CoV, das steht für (Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus) wurde erstmals in Saudi-Arabien verzeichnet. 

Einzelne Krankheitsfälle gab es seitdem auch in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Katar und Jordanien. Gefährlich ist die hohe Sterblichkeitsrate. Von den bisher erst 79 bekannten Infektionen, starben 43 Erkrankte. Der Coronavirus ist ähnlich dem SARS-Virus. Seine Symptome sind Grippe-ähnlich, mit dem Unterschied, dass die Gefahr für eine Lungenentzündung oder Nierenversagen, wesentlich höher ist. Sorgen macht der WHO besonders die leichte Übertragbarkeit des Virus, so dass eine Epidemie zu befürchten ist.

Montag, 1. Juli 2013

Migräne-Gen entdeckt

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Erkrankungen und können, für die davon Betroffenen, das Leben zur Qual werden lassen. Entsprechend motiviert sind Ärzte und Wissenschaftler, die Ursache und Behandlungsmöglichkeiten von Kopfschmerzen zu ergründen. Verantwortlich dafür können Umweltfaktoren oder genetische Dispositionen sein. Für neurologisch verursachte Migräne haben US-amerikanische Forscher jetzt ein Gen identifiziert, das für eine höhere Migräne-Anfälligkeit verantwortlich ist.

Neben der höheren Migräne-Anfälligkeit bewirkt es eine Kombination verschiedener weiterer Beeinträchtigungen, wie einen gestörten Schlaf-Rhythmus und eine allgemein höhere Schmerzempfindlichkeit.

Dies geschieht durch die Produktion des Enzyms Caseinkinase, die von dem gefundenen Gen vermindert wird. Es war bereits bekannt, dass Caseinkinase die Funktion der inneren Uhr regelt. Jetzt zeigte sich, dass das Enzym auch Einfluss auf die Signalwege im Gehirn hat. Wie genau dadurch Schmerzen entstehen, ist noch nicht klar. Eine wahrscheinliche Möglichkeit ist, dass schmerzlindernde Hormone, aufgrund der Störung, nicht in ausreichendem Maße weiter geleitet werden. Es ist nicht das einzige, Kopfschmerz und Migräne regelnde Gen, doch für die Wissenschaftler ist der Fund ein wichtiger Schritt, für die Entwicklung effektiver Therapieoptionen.

Wie im Fachjournal "Science Translational Medicine" veröffentlicht wurde, bestehen gute Chancen, zeitnah wirksame Therapien zu entwickeln, die auf den neuen Erkenntnissen aufbauen. Weitere Informationen zum Thema Kopfschmerzen; Neuigkeiten, Erfahrungen und Tipps für den Umgang mit den verschiedenen Kopfschmerzformen, können unter             
www.die-kopfschmerzen.de abgerufen werden.