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Freitag, 27. April 2012

Gericht entscheidet pro Sterbehilfe

Wie das Verwaltungsgericht Berlin jetzt entschieden hat, dürfen Ärzte todkranken Patienten unter bestimmten Umständen ein tödliches Medikament überlassen. Die Ärztekammer hatte dies verboten und war deshalb vom Sterbehilfeverein "Dignitate" verklagt worden.

Das Verwaltungsgericht gab dem Kläger insofern recht, dass es gegen die im Grundgesetz garantierte Gewissensfreiheit von Ärzten verstößt, ihnen prinzipiell Sterbehilfe in dieser Form zu verbieten. Allerdings betrifft diese gerichtliche Entscheidung nur Ärzte.

Organisierte Sterbehilfe, wie sie der klagende Verein "Dignitate" anbietet, kann durchaus von der Ärztekammer untersagt werden. Außerdem wurde bei der Veröffentlichung des Urteils nochmals betont, dass das aushändigen von tödlichen Medikamenten an gesunde Personen, oder an psychisch Kranke auch weiterhin verboten werden darf.

Montag, 2. April 2012

Eisprung erhöht Sensibilität für Gefahr

Wie japanische Wissenschaftler im Rahmen einer Studie nachweisen konnten, sind Frauen die gerade ihren Eisprung hatten empfänglicher für die Erkennung von Gefahren. So zeigte sich in Reaktionsgeschwindigkeitstests, dass die Wahrnehmung von Frauen abhängig von ihrem Menstruationszyklus ist. Am schnellsten und sichersten identifizierten Frauen Reize und Bilder die Gefahr bedeuten könnten, direkt nach erfolgtem Eisprung. Die Forscher vermuten, dass die in dieser Zeit verstärkt freigesetzten Hormone Progesteron und Östradiol dafür verantwortlich sind. Inwieweit sich diese erhöhte Sensibilität bei einer Schwangerschaft hält, muss noch ermittelt werden.

Sonntag, 11. März 2012

Zahl der Schwangerschaftsabbrüche 2011 gesunken

Wie das Statistische Bundesamt bekannt gab, hat sich die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland stark verringert. So wurden im vergangenen Jahr 108.900 Schwangerschaften abgebrochen. Das sind fast 1600 Abbrüche weniger, als noch 2010 und ist damit die niedrigste Quote seit 15 Jahren. Auch der Anteil der Schwangerschaftsunterbrechungen bei Minderjährigen ging zurück. Während 2010 circa 4450 mal ein solcher Eingriff durchgeführt werden musste, waren es 2011 nur noch rund 4000. Die meisten Schwangerschaftsabbrüche, rund drei Viertel, werden noch immer bei Frauen zwischen 18 und 34 Jahren vorgenommen.

Donnerstag, 8. März 2012

Gesetzliche KK haben 20 Milliarden Reserve

Fast vier Milliarden Euro Überschuss, konnten die gesetzlichen Krankenkassen 2011 erwirtschaften, wie das Bundesgesundheitsministerium bekannt gab. Dadurch stiegen die Rücklagen auf ungefähr zehn Milliarden Euro.

Zusätzlich konnten Reserven mit dem vor zwei Jahren eingerichteten Gesundheitsfonds geschaffen werden, so dass für alle gesetzlichen Krankenkassen

jetzt eine Reserve in Höhe von 20 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. Das trotzdem nicht mit einer Senkung der Beiträge zu rechnen ist, versteht sich mittlerweile (leider) von selbst.

Montag, 5. März 2012

Ärzteschaft verneint häufigere Behandlungsfehler durch Mediziner

Trotz der immer wieder kehrenden Berichterstattung, vornehmlich von der Regenbogenpresse, über die Folgen schwerer Behandlungsfehler durch Ärzte, bezweifelt die Ärzteschaft, dass die Zahl der Behandlungsfehler gestiegen sei. "Es ist gefährlich, einfach mit dem Finger auf Ärzte zu zeigen", kritisierte der Präsident der Ärzteschaft, Frank Ulrich Montgomery in einem Interview mit der "Passauer neuen Presse". Die diesbezüglichen Statistiken zeigen, so Montgomery, durch ungeeignete Verfahren bei der Erstellung, falsche Aussagen. Damit bezieht er sich auf die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen, laut der die Zahl der offiziellen Todesfälle, die auf Behandlungsfehler und Hygienemängel zurück zu führen sind, seit 2009 um fast 35 Prozent gestiegen sind. Außerdem wird eine hohe Dunkelziffer vermutet. Der Ärzte-Präsident bezweifelt aber, dass die Ursachen dafür nicht in einer Schuld der Ärzte zu suchen ist. Er fordert deshalb eine "differenzierte Aufarbeitung" der erstellten Statistik und warnt davor, Ärzte pauschal dafür verantwortlich zu machen.

Donnerstag, 24. November 2011

Behörden warnen vor Listerien in Lachs

Die Gesundheitsbehörde warnt aktuell vor Räucherlachs des Discounters "Netto". Die Packung "Premium N Räucherlachs - 120 Gramm" ist eventuell mit Listerien verseucht, wie die Behörden auf der Verbraucherwebsite "lebensmittelwarnung.de" bekannt gab. Betroffen sind die Waren mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 24. November. Vorrangig Schwangere, Kleinkinder und Menschen die aufgrund anderer Krankheiten unter einer Immunschwäche leiden, sollten den betroffenen Lachs meiden, da Listerien bei fehlender körpereigenen Abwehr schwere Krankheitserscheinungen verursachen können.

Zahl der Magenoperationen verdoppelt

Wie die Deutsche Angestellten-Krankenkasse DAK veröffentlichte, lassen sich immer häufiger Menschen mit starkem Übergewicht operativ den Magen verkleinern, um Gewicht zu verlieren. Zwischen 2008 und 2010 erhöhte sich die Zahl der diesbezüglichen Patienten um rund 50 Prozent.

Allein 2010 gab es 607 Operationen, bei denen Magenbänder und Magenballons implantiert, oder Magenverkleinerungen durchgeführt wurden. 2008 waren es noch 406 Operationen dieser Art. 80 Prozent der Magenoperationen wurden bei Frauen durchgeführt. Problematisch ist nach Meinung der DAK, dass viele der Patienten nicht über die korrekte Wirkung der Operationen informiert werden.

Derartige Eingriffe zeigen nur Erfolg, wenn die Magenoperation durch eine Umstellung des Lebensstils unterstützt wird. Voraussetzung für eine derartige OP ist, dass die Betroffenen seit mindestens fünf Jahren einen Body Mass Index (BMI) von über 40 haben. Die daraus folgenden Begleiterkrankungen lassen sich oft nicht durch konservativere Behandlungen verhindern.

Dienstag, 25. Oktober 2011

Amt warnt vor verseuchten Oliven

Das Bundesverbraucheramt hat jetzt eine Warnung heraus gegeben. Nach ersten Erkenntnissen sind in Finnland zwei Menschen an dem schweren Nervenleiden Botulismus erkrankt, nachdem sie Oliven aus Italien, der Marke "Bio Gaudiano" gegessen hatten. Dabei handelt es sich um Oliven in einem 314-Milliliter-Glas die mit Mandeln gefüllt sind.

Noch ist nicht sicher, ob die Ware auch nach Deutschland geliefert wurde, aber die Möglichkeit kann noch nicht ausgeschlossen werden. Falls Jemand solche Oliven-Gläser bei sich findet, sollte er sie sofort über den Restmüll (also nicht kompostieren!) entsorgen. Botulismus wird durch ein Bakterium, das Clostridium botulinum, hervorgerufen.

Wer glaubt möglicherweise von den betroffenen Oliven gegessen zu haben, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen. Die Symptome von Botulismus sind Übelkeit bis zum Erbrechen, Durchfall und eventuell eine Muskellähmung.

Montag, 17. Oktober 2011

Barack Obama streicht Versicherung für Langzeitpflege

Der US-amerikanische Präsident, Barack Obama, hat jetzt einen wesentlichen Teil der geplanten Gesundheitsreform gestrichen. Wie die US-Medien berichteten, wird das freiwillige Versicherungsprogramm für die Langzeitpflege aus der Gesundheitsreform heraus genommen. Als Grund gab die Regierung Obamas an, dass sich nur wenige Amerikaner diese Zusatzversicherung leisten könnten. Barack Obama hatte die geplante Gesundheitsreform zu seiner wichtigsten politischen Aufgabe erklärt und diese gegen den Widerstand der Opposition im Kongress durchsetzen können. Allerdings mussten die ursprünglichen Pläne dafür stark verändert werden.